Ostwind. An Energie gewinnen.

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Wald-Windpark Reichertshüll

OSTWIND baut größten Wald-Windpark Bayerns

Was lange währt, wird endlich gut: Nach sieben Jahren Planung und der 10H-Regelung zum Trotz entstehen nun 11 Windanlagen im Raitenbucher Forst. Welche Vorteile entstehen daraus für die Region?

 

Projektsteckbrief

Region:
Deutschland, Bayern
Windkraft­anlagen:
11 Nordex N131
Leistung pro Anlage:
3,3 MW
Nabenhöhe:
134 m
Rotordurch­messer:
131 m
Inbetrieb­nahme:
2017
CO2-Einsparung:
60.500 t
Versorgte Haushalte:
25.000
 

Im Raitenbucher Forst wächst ein neuer Wald-Windpark

Die Oberpfälzer OSTWIND-Gruppe konnte am 17.05.2016 mit dem Bau des fast sieben Jahren geplanten Wald-Windpark Reichertshüll im Raitenbucher Forst beginnen. Voraussetzung dafür war die "Zulassung des vorzeitigen Beginns" durch das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen.

"Hand in Hand für den Klimaschutz in Altmühlfranken – dem starken Süden."

"Wir freuen uns sehr, dass nun auch die intensive Vorarbeit und ausführliche Bürgerinformation in unserer Gemeinde endlich zu einem erfolgreichen Abschluss kommt", erklärte Raitenbuchs Bürgermeister Josef Dengler anlässlich des Startschusses für den ersten Windpark auf seinem Gemeindegebiet.

 

Stadtwerke Weißenburg

Die Engergiewende braucht Taten

"Bis zum Jahr 2020 sollen 20 % des benötigten Strombedarfes in Weißenburg mit eigenen regenerativen Stromerzeugungsanlagen vor Ort produziert werden", das hat sich die Stadtwerke Weißenburg GmbH zum Ziel gesetzt. Mit den im Juli 2012 eingeweihten beiden Windrädern am Höhenberg bei Oberhochstatt wurde  ein wesentlicher Schritt getan, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Zusammen mit der OSTWIND-Gruppe und den Bayerischen Staatsforsten soll nun der nächste Schritt eingeläutet werden.

Die Erzeugung solch großer Energiemengen auf kleinsten Raum schafft derzeit keine andere umweltfreundliche Stromerzeugungsanlage. "Gut angelegtes Geld für eine umweltfreundliche Technik und die Sicherheit der Menschen", sind sich die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer einig.

Umweltboni für BürgerInnen bei den Stadtwerken Weißenburg:

  • Herkunftsnachweise, die im Register des Umweltbundesamtes geführt und verwaltet werden, damit Sie sich darauf verlassen können, dass der Strom in einer regenerativen Stromerzeugungsanlage produziert wurde.
  • Die Stadtwerke Weißenburg GmbH investiert von jeder Kilowattstunde Ökostrom 2 Cent in regenerative Stromerzeugungsanlagen (Photovoltaik- und Windkraftanlagen) vor Ort.
  • Windkraftbonus in Höhe von 40,- Euro für alle, die im Juni einen gültigen Stromliefervertrag mit der Stadtwerken Weißenburg GmbH besitzen.
  • Für Ökostrom-KundeInnen: Wer seinen Stromjahresverbrauch um mehr als 5% gegenüber dem Vorjahr reduziert, erhält einen Umweltbonus von 30,- Euro; bei einer Einsparung ab 10% beträgt der Umweltbonus sogar 50,- Euro.

Mehr zu den Stadtwerken Weißenburg

Bayerische Staatsforsten

Strom aus Windenergie – ökologische Zukunftssicherung für die Region

Die Windenergienutzung trägt in bedeutendem Maße zu der von der Bundesregierung angestrebten CO2-Reduktion und damit zur notwendigen Verminderung der Klimaerwärmung bei.

Die herkömmlichen fossilen Energieressourcen werden immer knapper und damit immer teurer. Strom aus Windkraft wird in das regionale Stromnetz eingespeist und kann so einen wichtigen Beitrag für eine bezahlbare und gesicherte Energieversorgung leisten.

Energiewende in Bayern

Im Energiekonzept „Energie innovativ“ hat die Bayerische Staatsregierung das Ziel formuliert, mit heimischer Windenergie bis zum Jahr 2021 6-10 Prozent des bayerischen Stromverbrauchs abzudecken. Dieses Ziel soll auch dadurch erreicht werden, dass insbesondere das auf den Flächen der Bayerischen Staatsforsten vorhandene Windenergiepotenzial konsequent genutzt wird.

Windnutzung im Wald

Der Bayerische Landtag hat den Bayerischen Staatsforsten das Nutzungsrecht an 720.000 Hektar Wald und über 80.000 Hektar sonstigen Fläche mit dem Auftrag übergeben, diese Flächen vorbildlich, nachhaltig und in besonderer Weise dem Gemeinwohl verpflichtet zu bewirtschaften. Zu diesem Bewirtschaftungsauftrag gehört auch die Nutzung regenerativer Energien.

Wald-Wind-Technik

Die Stromerzeugung aus Windkraft hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Nabenhöhen von bis zu 149 Metern und eine effiziente Anlagentechnologie ermöglichen auch in Süddeutschland die erfolgreiche Nutzung von ergiebigen Windströmungen über dem Wald.

Mehr zum Thema Wind und Wald

 

Aktuelles

Windkraft jenseits von 10H

Der neue Windpark Reichertshüll wird die 10H-Abstandregelung ausnahmslos einhalten.Eine Besonderheit des neuen Windparks Reichertshüll, der 2017 in Betrieb gehen wird, liegt in seiner exponierten Lage. Zum einen handelt es sich dabei um ein im Regionalplan des Planungsverbands Westmittelfranken ausgewiesenes Vorranggebiet für Windkraftanlagen, zum anderen aber auch um einen der absoluten Ausnahmestandorte in Bayern, der die sogenannte 10H-Regel einhält.

10H - Was ist das eigentlich?

Nach dieser Regelung muss eine Windenergieanlage zehnmal so weit von der nächsten Ortschaft entfernt sein, wie sie hoch ist – also rund 2.000 m. Und dieser Mindestabstand wird bei unserem Windpark Reichertshüll ausnahmslos erfüllt.

Enge Abstimmung mit Fachbehörden und Gemeinden

Durch die gute Erschließung des Staatswaldes mit Forststraßen ist darüber hinaus eine geeignete Infrastruktur im Raitenbucher Forst bereits weitgehend vorhanden. Dennoch bittet OSTWIND die Bürgerinnen und Bürger der Region um Verständnis für vorübergehende Beeinträchtigungen aufgrund der anstehenden Baumaßnahmen. Diese würden mit allen zuständigen Fachbehörden, dem Landratsamt, den umliegenden Gemeinden sowie dem Forstbetrieb Kipfenberg der Bayerischen Staatsforsten engstens abgestimmt.

Umwelteffekte

Familienunternehmen

Für die OSTWIND-Gruppe, ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Regensburg, das seit 1994 Windparks plant, realisiert und betreibt, ist das Vorhaben im Raitenbucher Forst bei weitem nicht das erste Windprojekt im Wald.

Bereits 17 Wald-Windparks gebaut

„Bis heute haben wir in Bayern, Sachsen und Brandenburg schon 17 Wald-Windparks mit 70 Anlagen und über 160 MW Leistung erfolgreich ans Netz gebracht, davon allein acht Projekte mit 68 MW auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten“, bilanzierte der OSTWIND-Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart anlässlich des vorzeitigen Beginns in Raitenbuch.

Klimaschutz durch Nachhaltigkeit

„Das beinhaltet nicht nur viel Erfahrung, was die Planung und Realisierung anbelangt, sondern auch eine hohe Kompetenz darin, die Nutzung der Windenergie im oder besser gesagt über dem Wald äußerst sensibel anzugehen.“ Wind und Wald „bedeuten für uns Nachhaltigkeit und Klimaschutz im doppelten Sinn – zur gleichen Zeit auf der gleichen Fläche“, so Dr. Bungart.

Nachhaltige Waldpflege

Da für den Windpark Rodungsmaßnahmen notwendig werden, sorgt OSTWIND für gezielte Ausgleichsmaßnahmen, zum Beispiel:

  • Biotopgestaltungen
  • verschiedene Artenschutzmaßnahmen
  • umfangreiche Wiederaufforstungs- und Ersatzmaßnahmen
  • Pflanzung von standortgemäßen Baum- und Straucharten, um stabile Waldränder zu schaffen

Weil uns die nachhaltige Pflege des Waldes ein besonderes Anliegen ist, verabreichen wir den Wäldern zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Schutzimpfung für den Wald.

Vom fichtendominierten Forst zum Mischwald

Dies soll nicht zuletzt die Anstrengungen des zuständigen Forstbetriebs Kipfenberg der Bayerischen Staatsforsten unterstützen, den fichtendominierten Forst in einen stabilen, gemischten und gestuften Wald umzubauen.

Zusammen mit unserem neuen Windpark Reichertshüll wird auch unsere Projektwebsite in den nächsten Wochen und Monaten stetig wachsen.

Flächen und Technik

OSTWIND plant dort die Errichtung von elf Windenergieanlagen des Typs Nordex N 131 mit 3,3 Megawatt Leistung pro Anlage.

Lernen Sie mehr über die Nordex-Windanlagen-Technik im Nordex Showroom Delta.

Damit entsteht im Raitenbucher Forst der größte Waldwindpark Bayerns. Die Windanlagen werden größtenteils auf Waldflächen der Bayerischen Staatsforsten errichtet. Eine weitere Anlage in unmittelbarer Nachbarschaft kommt von den Stadtwerken Weißenburg hinzu."Bis zum Jahr 2020 sollen 20% des benötigten Strombedarfes in Weißenburg mit eigenen regenerativen Stromerzeugungsanlagen vor Ort produziert werden", das haben sich die Stadtwerke als Ziel gesetzt.

Hintergründe – Geschichte des Forstes

Ehemals Fürstbischöflicher Wald

Der heutige Staatswald „Raitenbucher / Workerszeller Forst“ ist ein ehemals Fürstbischöflicher Wald. Bereits Mitte des 12. Jahrhunderts erhielten die Eichstätter Bischöfe den Forst- und Jagdbann auch für dieses Waldgebiet. Dies war die Grundsteinlegung für die Erhaltung des großen Waldkomplexes, der die verschiedenen Rodungswellen des Mittelalters gut überstehen konnte.

Veränderungen nach der letzten Eiszeit

Die Baumartenzusammensetzung des Raitenbucher / Workerszeller Forstes veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte wesentlich. Nach der letzten Eiszeit begann die Buche die Wälder zu prägen. Von Natur aus – ohne Eingriffe des Menschen – wäre sie bis zum heutigen Tag der dominierende Waldbaum.

"Aichstaedtische Forst- und Holzordnung" von 1592

Die erste "Aichstaedtische Forst- und Holzordnung" von 1592 beschreibt das Waldkleid mit den Baumarten Buche, Eiche, Mandeln (Kiefer), Tannen und Fichten. In der Folgezeit wurde der Wald immer stärker zu einem Fichtenforst umgewandelt.

Gesellschaftliche Anforderungen

Die gesellschaftlichen Anforderungen an den heutigen Wald sind umfassend. Neben der Holzproduktion hat der Wald vielfältige Funktionen zu erfüllen: Klima-, Wasserschutz, Erholung und Ökologie. Seit 2005 betreuen die Bayerischen Staatsforsten den Raitenbucher / Workerszeller Forst. Zuständig ist dort deren Forstbetrieb Kipfenberg. Eine wesentliche Aufgabe ist der Umbau der fichtendominierten Wälder in stabile, gemischte und gestufte Wälder. Dabei ist eine naturnahe nachhaltige Waldbewirtschaftung von zentraler Bedeutung.

Fossile Brennstoffe gehen zur Neige

Wenn die fossilen Brennstoffe in den nächsten Jahrzehnten immer weiter zur Neige gehen, kann die Windenergie dabei helfen, die drohende Abholzung der Wälder zu verhindern. So ergänzen sich Technik von Menschenhand und Natur zu einer Wald-Vision, die das Bild der Zukunft prägen könnte.

Haben Sie Lust auf eine Wandertour durch den Workerszeller Forst bekommen?

Pressespiegel

Unsere bisherigen Artikel:

Donaukurier

Öko-Strom aus dem Reich der Haselmaus
mehr

 

Weißenburger Tagblatt

Es bewegt sich was im Raitenbucher Forst.
Das Weißenburger Landratsamt stimmte dem vorzeitigen Baubeginn zu.

 

Pressemitteilung des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen

Genehmigung für zehn Windkraftanlagen im Raitenbucher Forst
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OSTWIND-Pressemitteilung

Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen setzt Energiewende konsequent fort.
Im Raitenbucher Forst wächst jetzt ein neuer Wald-Windpark.
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Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung

Größter Windpark in den Staatsforsten

 

Donaukurier

Über den Wipfeln drehen sich Rotoren
mehr

 

Weissenburg und Umgebung

Zehn Rotoren im Wald

 

OSTWIND-Pressemitteilung

Großer Bahnhof für Bayerns größten Wald-Windpark.
OSTWIND feiert Spatenstich für neuen Windpark im Raitenbucher Forst mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft Mittelfrankens.

Artikel als PDF herunterladen

 
 

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