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Winter, Wind und Wettbewerb – unser Interview zum Jahreswechsel

31.01.2017

Bernd Kiermeier, Finanzvorstand der Regensburger OSTWIND-Gruppe, wirft einen Blick zurück auf das Windjahr 2016 und erklärt, was die Windbranche 2017 erwartet.

OSTWINDnews-Team: Herr Kiermeier, hat das zurückliegende Windjahr Ihre Erwartungen erfüllt?

Kiermeier: Das Windjahr 2016 war leider schwächer als das langjährige Mittel. Das haben wir natürlich auch gespürt. Dennoch haben unsere Windparks Erträge eingefahren, die uns insgesamt zufrieden stimmen können. Allerdings darf sich der Wind 2017 wieder durchaus etwas mehr ins Zeug legen!

OSTWINDnews-Team: Starke Winde, Eis und Schnee – der diesjährige Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite. Wie kommen die von OSTWIND betriebenen Windparks damit zurecht?

Kiermeier: Gerade über die Neujahrsfeiertage, aber auch später im Januar hatten wir trotz Eis und Schnee einige wirklich sehr gute Windtage. Allerdings blieb die extreme Witterung nicht ganz ohne Folgen. So mussten Anlagen wegen Eiswurfgefahr immer wieder einmal abgeschaltet werden. Zusammen mit unserer Betriebsführung arbeiten wir jedoch sehr konzentriert und stetig daran, solche Abschaltzeiten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

OSTWINDnews-Team: Aus der Eiswurf-Thematik heraus hat die OSTWIND-Betriebsführung nun sogar eine neue und bislang einzigartige Technologie entwickelt, um winterliche Straßensperrungen im unmittelbaren Umfeld eines Windparks so kurz wie möglich zu halten. Können Sie uns das Prinzip kurz erklären?

Kiermeier: Tatsächlich ermöglicht die von uns entwickelte Anwendung mit dem Namen OSTWINDconnect eine digitale Kommunikation zwischen Windanlagen und Verkehrsschildern. Unter dem Motto "Mission eisfrei" schaffen wir es mit Hilfe dieser innovativen Technologie, dass die Information "Keine Gefahr mehr durch Eiswurf" ohne Verzögerung an die Verkehrszeichen entlang der vorbeiführenden Straße weitergegeben wird. Das Pilotprojekt wird erstmals im oberfränkischen Lindenhardter Forst umgesetzt und sorgt für spürbar weniger Einschränkung in der Winterzeit.

Mehr über OSTWINDconnect

OSTWINDnews-Team: 2017 bringt für die Windbranche einschneidende Veränderungen. Neue Windprojekte müssen sich nach der Genehmigung noch in einem Ausschreibungsverfahren wettbewerblich am Markt bewähren. Wie stellt sich OSTWIND darauf ein?

Kiermeier: Wir haben uns sehr intensiv auf das neue EEG 2017 und die damit verbundenen Ausschreibungen vorbereitet und dafür eigene Kompetenzteams eingerichtet. Klar ist, dass die kaufmännische Planung neben der eigentlichen Projektentwicklung immer wichtiger wird, um ein Vorhaben zum Erfolg zu führen. Zudem stärken wir ganz konsequent unsere Präsenz in weiteren Regionen Deutschlands– zum Beispiel mit unseren neuen Büros in Potsdam und Bremen.

Unsere Standorte

Projektentwicklung in Partnerschaft: Mit uns als starker Partnerin ins Ausschreibungsverfahren.

OSTWINDnews-Team: Wird OSTWIND im Jahr 2017 neue Windprojekte ans Netz bringen? Und sind darunter auch wieder Vorhaben, die die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung bieten?

Kiermeier: Wir schließen heuer genau an der Grenze zwischen Mittelfranken und Oberbayern den größten Waldwindpark Bayerns mit 16 Anlagen ans Netz.

Mehr zum Projekt Reichertshüll

Kiermeier: Darüber hinaus werden wir auch mehrere kleinere Projekte in Bayern in Betrieb nehmen. Speziell bei diesen wird die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung geprüft.

OSTWINDnews-Team: Vielen Dank für die Informationen, Herr Kiermeier.

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