Ostwind. An Energie gewinnen.

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„Pokern ist nicht unser Geschäftsfeld“

10.11.2016

2017 startet das Ausschreibungsverfahren für die Windenergie. Bernd Kiermeier, Finanzvorstand von OSTWIND, über wachsende Planungsvolumen, Preiskalkül und die Aussichten für die ersten Ausschreibungsrunden.

Herr Kiermeier, was ändert sich für Sie durch die Umstellung auf das Ausschreibungsverfahren?

Kiermeier: Bisher wusste man nach der BImSchg-Genehmigung, dass man ein Projekt auch bauen kann. Das ändert sich jetzt: Wir können nicht mehr vorhersehen, welche Projekte wir tatsächlich realisieren können. Ein Unternehmen wie Ostwind muss daher eine entsprechend große Pipeline anlegen und einen bestimmten Fundus an Projekten im Köcher haben, um zumindest mit einem Teil erfolgreich aus der Auktion raus zu gehen. Hinzu kommt, dass die Vorbereitung der Ausschreibung und die Preiskalkulation viel Raum einnehmen werden.

Wie viele Projekte werden Sie zukünftig, im Vergleich zu heute, mehr in der Entwicklung haben?

Kiermeier: Das kann ich noch nicht in Prozent oder mit einer konkreten Zahl beantworten.

Wie viele Projekte haben Sie derzeit in Planung?

Kiermeier: Derzeit sind das knapp 1.000 Megawatt. Da sind allerdings auch Projekte in einem sehr frühen Stadium dabei, die noch an der BImSchg-Genehmigung scheitern können. Grundsätzlich versuchen wir, bis Ende 2016 alle Projekte, bei denen dies möglich ist, auch zur Genehmigung zu bringen. Das heißt aber nicht, dass wir dann einzelne Projekte nicht trotzdem in das Ausschreibungsverfahren geben. Das ist eine Einzelfallentscheidung, die von der prognostizierten Realisierungsdauer und der Standortgüte abhängt. Bei einem Standort, der ohnehin knapp gerechnet ist, kann die Degression in der Übergangsphase des EEG dazu führen, dass er nicht mehr wirtschaftlich ist. Dann ist die Ausschreibung eine Alternative.

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