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Ortstermin im Zukunftswald

Foto (v. l.): 2. Bürgermeister Rudolf Wenzel, Bereichsleiter Forsten Jürgen Stemmer, Revierförster Friedrich Prosiegel, 3. Bürgermeisterin Gabi Stark, OSTWIND-Sprecher Christoph Markl-Meider und die Projektmanagerin Jennifer Plabst.

Foto (v.l.): Bereichsleiter Forsten Jürgen Stemmer und Bürgermeister Josef Dengler.

25.07.2017

Gemeinde Raitenbuch und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weißenburg begutachten Baumpflanzungen für gemeinsame Klimaschutzinitiative

Eine erfolgreiche „Schutzimpfung für unseren Wald“ konnten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Raitenbuch, des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weißenburg und der Regensburger OSTWIND-Gruppe bei einem Ortstermin am Rande des Raitenbucher Forsts begutachten. Im Rahmen der landesweiten Initiative „Zukunftswald Bayern“ waren dort vor gut einem Jahr 15 seltene Baumarten auf einer zwei Hektar großen Gemeindefläche gepflanzt worden – mit vielversprechendem Verlauf, wie sich jetzt herausstellte.

„Offensichtlich sind unsere Stecklinge auf fruchtbaren Boden gefallen“, freute sich Raitenbuchs Bürgermeister Josef Dengler bei der Begehung in Begleitung des 2. Bürgermeisters Rudolf Wenzel und der 3. Bürgermeisterin Gabi Stark. Bestätigt wurde er in seiner positiven Einschätzung vom Leiter des Bereichs Forsten am AELF, Jürgen Stemmer. „Die Bäume sind ganz überwiegend gut angewachsen und haben den trockenen Frühsommer sogar besser überstanden als manche Bäume in den benachbarten Nadelwäldern“, resümierte der Forstexperte.

Im Rahmen der einstündigen Wald-Visite konnte Revierförster Friedrich Prosiegel vor Ort einen bunten Strauß außergewöhnlicher Baumarten präsentieren, darunter Exoten wie die Küstentanne, den Speierling, die Elsbeere oder die Esskastanie. „Die Bäume wurden entsprechend ihrer standörtlichen Eignung gepflanzt, haben sich prächtig entwickelt und bereichern schon heute unsere hiesigen Wälder“, zeigte er sich zufrieden. Die so entstandene Kultur könne den umliegenden WaldbesitzerInnen als Anschauungsbeispiel für den Wald der Zukunft dienen. „Wer weiß, welche Arten hier in hundert Jahren wachsen und dann den gewünschten Ertrag bringen“, so der Revierförster.

Positive Entwicklung

Ein positives Fazit der Initiative zog auch Christoph Markl-Meider, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation der OSTWIND-Gruppe, die das Projekt und die Aufstellung von informativen Schautafeln maßgeblich gefördert hat. Zusammen mit der Firmengruppe Max Bögl baut das Unternehmen unter dem Dach der Max Bögl OSTWIND (MBO) auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten (Forstbetrieb Kipfenberg) in unmittelbarer Nachbarschaft gerade den größten Wald-Windpark Bayerns. „Wenn es um Klimaschutz und Nachhaltigkeit geht, ergänzen sich Windkraft und Wald ideal“, hob Markl-Meider hervor.

Schutzimpfung gegen Klimastress

Die „Schutzimpfung für den Wald" ist der Versuch, dem Klimastress in den Wäldern des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen gezielt vorzubeugen. Dazu sollen beispielsweise anfällige Monokulturen von Fichte und Kiefer mit stressresistenteren Arten angereichert werden. Initiator ist das AELF. „Wir wollen die privaten Waldbesitzer ermuntern, ihren Forst an kritischen Standorten klimatauglich umzubauen“, betonte Jennifer Plabst, die das Projekt bis Ende 2016 für das AELF betreut hat. „Unsere Erwartungen und Ziele wurden bei weitem übertroffen!“, so ihre positive Bilanz.

Eine große Herausforderung für die Zukunft

Wie groß die Aufgabe des Wald-Umbaus ist, verdeutlichen ein paar wenige Zahlen: 2,5 Millionen Hektar Wald gibt es in Bayern, bei rund 270.000 davon hält die Staatsregierung eine Umstrukturierung für notwendig, also bei mehr als zehn Prozent der Fläche. Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat das AELF die Aufgabe, bis 2019 auf etwa 1.400 der insgesamt 33.000 Hektar Wald neue Baumarten einzupflanzen und ihn so widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Klimawandel zu machen.

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