Ostwind. An Energie gewinnen.

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Großer Bahnhof für Bayerns größten Wald-Windpark

27.06.2016

OSTWIND feiert Spatenstich für neuen Windpark im Raitenbucher Forst mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft Mittelfrankens

„Unser neuer Wald-Windpark im Raitenbucher Forst zeigt exemplarisch, wie eine Region wirtschaftlich an der Windenergie gewinnen kann und was Bayern in Zukunft daran verliert.“ Mit diesem Statement startete die Unternehmensleitung der Oberpfälzer OSTWIND-Gruppe, Dr. Rolf Bungart und Jörg Zinner für die Geschäftsführung und Bernd Kiermeier für den Vorstand, heute offiziell in den Bau des Windparks Reichertshüll im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Das Projekt umfasst insgesamt 10 Anlagen vom Typ Nordex N131 und wird gemeinsam mit der Firmengruppe Max Bögl unter dem Dach der Max Bögl OSTWIND GmbH (MBO) realisiert. Der neue Waldwindpark Reichertshüll, hob Dr. Rolf Bungart bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft Mittelfrankens hervor, sei „ein regionales Gemeinschaftswerk, das die hohe Aufmerksamkeit verdient hat und das den außerordentlichen Zuspruch, den es hier vor Ort findet, wert ist.“

Der Windpark sei aufgrund seiner einzigartigen Lage mitten in einem großen geschlossenen Waldgebiet für die Nutzung der Windkraft prädestiniert und stoße gleichzeitig auf große Akzeptanz, so der OSTWIND-Geschäftsführer. Einmal mehr zeige sich, dass „Wind und Wald ideale Partner im Zusammenspiel von erneuerbaren Energien und Klimaschutz sind.“ Es ist mit seinen 10 Anlagen und insgesamt 33 MW Leistung Bayerns größter Wald-Windpark und voraussichtlich auch – aufgrund der 10H-Regelung und des neuen EEG 2016 – für absehbare Zeit das letzte bayerische Windprojekt dieser Dimension.

Wind und Wald – Nachhaltigkeit und Klimaschutz im doppelten Sinn

Für die OSTWIND-Gruppe schließt sich mit dem neuen Projekt der Kreis, nachdem sie vor sechs Jahren im Landkreis Hof ebenfalls auf Staatswald-Flächen den ersten großen Wald-Windpark in Bayern realisieren konnte. Bis heute sind es genau 9 Projekte mit 37 Anlagen und 104 MW Leistung in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten auf Staatswald-Flächen. Dahinter stehe „das gemeinsame Grundverständnis, die Nutzung der Windenergie im oder besser gesagt über dem Wald äußerst sensibel anzugehen“, betonte der Geschäftsführer und promovierte Forstwissenschaftler Dr. Bungart. „Wind und Wald bedeuten Nachhaltigkeit und Klimaschutz im doppelten Sinn – zur gleichen Zeit auf der gleichen Fläche.“

Konsequente ökologische Baubegleitung

Mit der Erteilung der Genehmigung hat das zuständige Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen im April dieses Jahres einen positiven Schlusspunkt unter die immerhin siebenjährige Vorgeschichte des Vorhabens gesetzt. Planung und Genehmigung des Windparks seien Beleg dafür, „dass es möglich ist, den Wald für die Windkraft zu nutzen, ohne die Belange des Natur- und Artenschutzes zu vernachlässigen“, heißt es in der OSTWIND-Stellungnahme. Denn gleichzeitig mit der Genehmigung des Standorts, der auch im Regionalplan des Planungsverbands Westmittelfranken als Vorranggebiet für Windkraftanlagen ausgewiesen ist, sehen die Auflagen des Landratsamts eine sehr konsequente ökologische Baubegleitung vor.

Diese umfasst zum Beispiel gezielte Biotopgestaltungen, verschiedene Artenschutzmaßnahmen sowie umfangreiche Wiederaufforstungs- und Ersatzmaßnahmen. Neu entstehende Waldränder sind „mit standortgemäßen Baum- und Straucharten zu unterpflanzen, um stabile Waldränder zu schaffen“ und sollen die Anstrengungen des zuständigen Forstbetriebs Kipfenberg der Bayerischen Staatsforsten unterstützen, den fichtendominierten Forst in einen stabilen, gemischten und gestuften Wald umzubauen. OSTWIND ergänzt damit auch die Anstrengungen des Amts für Landwirtschaft und Forsten im Rahmen der Aktion „Schutzimpfung für den Wald", die dem Klimastress in den Wäldern des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen gezielt vorbeugen will.

Windpark mit hohen Ambitionen

Neben den Anforderungen aus Natur- und Artenschutz, denen OSTWIND für eine Genehmigung des Windparks gerecht werden musste, sei sein Unternehmen aber darüber hinaus mit der Ambition angetreten, „die Bürgerinnen und Bürger der Region mit ins Boot zu holen und sie an der regionalen Wertschöpfung aus Windkraft zu beteiligen“, erklärte Dr. Bungart. So habe sich die Standortgemeinde Raitenbuch von Beginn an konsequent für das neue Öko-Kraftwerk in Verbindung mit einer angemessenen Teilhabe der Kommune und der örtlichen Bevölkerung stark gemacht hat. BürgerInnendialog und -beteiligung seien für Raitenbuchs Bürgermeister Josef Dengler Voraussetzung gewesen, um sich hinter das Projekt zu stellen. Umso mehr stehe OSTWIND zu der Aussage, sowohl eine gemeindeeigene wie auch eine genossenschaftliche Anlage zu ermöglichen. Und auch die regionalen Banken wollen sich unternehmerisch einbringen.

Gut aufgehoben in Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Der OSTWIND-Geschäftsführer würdigte in diesem Zusammenhang die Rolle des ebenfalls anwesenden Bundestagsabgeordneten Josef Göppel aus Herrieden als „politische Leitfigur für eine dezentrale und regenerative Energiewende, die mit mittelständischer Akteursvielfalt und breiter BürgerInnenbeteiligung einhergeht.“ Er sehe das Projekt deshalb auch sehr gut aufgehoben im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und bei Landrat Gerhard Wägemann, der sich wie kaum ein anderer den Vorrang der erneuerbaren Energien auf die Fahnen geschrieben habe. Er würde sich freuen, wenn der oberbayerische Nachbarlandkreis Eichstätt bald mit der Genehmigung für den im angrenzenden Workerszeller Forst ebenfalls von OSTWIND geplanten Wald-Windpark mit 5 Anlagen nachziehe.

Für die OSTWIND-Unternehmensleitung zeige das Beispiel des jetzt auf den Weg gebrachten Windparks Reichertshüll, welche Vorteile mit der Nutzung der dezentralen Energiequelle Wind verbunden seien – angefangen bei der flächeneffizienten Erzeugung klimafreundlichen Stroms, über die lokale und regionale Wertschöpfung bis hin zur wirtschaftlichen Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an der Energieversorgung von morgen. „Aber der Windpark macht eben auch deutlich, welche Chancen sich Bayern in Zukunft entgehen lässt“, mahnte Dr. Bungart abschließend.

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