Ostwind. An Energie gewinnen.

Region Regensburg profitiert von Windparks

14.06.2021

Beratzhausen erwartet hohe Einnahmen aus Gewerbesteuer 2020, Sinzing und Nittendorf können zusätzlich mit neuer Kommunalbeteiligung rechnen.

Die Nutzung der Windenergie in der Region Regensburg beschert den Standortkommunen ergiebige zusätzliche Einnahmen. Davon profitiert in diesem Jahr ganz besonders die Gemeinde Beratzhausen, auf deren Gemeindegebiet insgesamt vier Windparks laufen. Allein für die drei Anlagen des von OSTWIND realisierten Windparks Teufelsmühle (Foto links) erhält die Gemeinde laut aktueller Steuerbilanz einen Betrag von 130.000,- € aus der Gewerbesteuer für 2020.

Hintergrund dafür ist die Regelung, dass mindestens 70 Prozent der Gewerbesteuer aus dem Betrieb an die Gemeinde, in der die Windenergieanlage steht, und 30 Prozent an die Gemeinde mit Sitz der Betriebsgesellschaft fließen. In Zukunft soll das Verhältnis sogar 90 zu 10 Prozent sein.

"Das Beispiel Beratzhausen zeigt, dass die dezentral erzeugte Windenergie zu einem echten Gewinn für die jeweiligen Standortkommunen werden kann", freut sich Stefan Bachmaier, Geschäftsführer der OSTWIND Erneuerbare Energien GmbH (OEE), über die Zahlen. Er sieht das Potenzial für die Wertschöpfung aus Windkraft in der Region Regensburg aber längst noch nicht ausgeschöpft.

"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz eröffnet jetzt sogar noch eine weitere Möglichkeit der finanziellen Teilhabe von Gemeinden an der Wertschöpfung aus Wind ", so Bachmaier. "Andere Bundesländer stärken deshalb mit Hilfe der Windenergie ganz gezielt den ländlichen Raum, Bayern als größtes deutsches Flächenland nutzt dieses Potenzial bislang leider fast gar nicht", kritisiert er.

Kommunalbonus von der ersten Kilowattstunde an
Seit Beginn dieses Jahres dürfen Standort- und Nachbarkommunen nämlich nicht nur mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer rechnen, sondern obendrein mit festen Einkünften aus dem vor Ort erzeugten Windstrom. Dafür sieht das neue EEG 2021 eine finanzielle Beteiligung der Kommunen an den jährlich erwirtschafteten Erträgen von Windparks vor.

BetreiberInnen einer Windenergieanlage können den Gemeinden im Umkreis von 2,5 km um die Anlage immerhin Beträge bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde für die eingespeiste Strommenge anbieten – ohne dass daran irgendwelche Bedingungen geknüpft sind. OSTWIND verpflichtet sich dazu von vorneherein gegenüber den Kommunen.

"Allein beim geplanten Windpark Sinzing gehen wir von Jahreserträgen von rund 21 Millionen Kilowattstunden Strom aus", bilanziert OSTWIND-Geschäftsführer Bachmaier. "Das würde den Gemeinden Sinzing und Nittendorf ab dem ersten Tag der Inbetriebnahme fest kalkulierbare Beträge in ihren Kommunalhaushalt bringen – und zwar insgesamt im mittleren fünfstelligen Bereich jährlich", rechnet er vor.

Darüber hinaus wurden für den in Sinzing geplanten Windpark gemeinsam mit der Bürgerenergie-Genossenschaft BERR (Bürger Energie Region Regensburg eG) die Voraussetzungen geschaffen, dass die beiden dort vorgesehenen Windenergieanlagen zu 100 % in die Hand der Bürgerinnen und Bürger aus der Region gehen. "In Sinzing wollen wir ein Höchstmaß an regionaler Wertschöpfung realisieren", kündigt Bachmaier an.

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