Ein Wald-Windpark – komplett in kommunaler Hand
Staatsminister Brunner eröffnet neues OSTWIND-Projekt in der Oberpfalz
Ein rundherum kommunaler Wald-Windpark wurde am Donnerstag, 4. November 2011, im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz eingeweiht. Staatsminister Helmut Brunner (Foto li.) lobte die gelungene Kooperation. "Besonders freut mich", so Brunner, "dass hier Unternehmen mit regionaler Bodenhaftung investiert haben." Der Grund gehört dem Staatsforst, der Windpark 22 Stadtwerken und errichtet wurden die fünf neuen Anlagen von der Regensburger OSTWIND-Gruppe.
Die Stadt- und Gemeindewerke der Energieallianz Bayern (EAB) feiern die Fertigstellung ihres ersten Windparkprojektes. Dieser Park steht für das Versprechen, gemeinsam regenerative Stromerzeugungsanlagen in größerem Ausmaß zu realisieren. Durch die Bereitstellung von eigenen Erzeugungskapazitäten wollen die beteiligten Stadtwerke ihre Position stärken und die zukünftigen Veränderungen im Energiemarkt meistern.
Der Windpark Zieger wurde von der OSTWIND-Gruppe entwickelt, einem mittelständischen Familienunternehmen aus Regensburg, das seit fast 20 Jahren Windparks plant und baut. OSTWIND übergab die fünf Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,5 MW vom Typ Enercon E82-E2 schlüsselfertig. Speziell für mittlere Windstärken konzipiert, versprechen die Windräder mit ihrer großen Nabenhöhe und entsprechendem Rotordurchmesser auch im Binnenland optimale Ertragswerte in der 2,3-MW-Klasse. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage im oberpfälzischen Staatsforst erfolgte Anfang September 2011, inzwischen sind alle am Netz.
Joachim Martini und Achim Thiel, Geschäftsführer der EAB, freuen sich jetzt auf eine ertragreiche Windernte. 23 Millionen Kilowattstunden sauberen Windstrom möchten sie durchschnittlich im Jahr ernten und auf die Gesellschafter verteilen. Diese können ihren Anteil gegen EEG-Vergütung ins Netz einspeisen oder ihren Kunden direkt verkaufen. Mit der Lage in der Oberpfalz hat der Windpark für die Mehrzahl der Beteiligten einen starken regionalen Bezug, was auch beim Verkauf des Stroms an die Stadtwerke-Kunden von Vorteil sein kann.
Helmut Brunner, Staatsminister für Ernährung, Landschaft und Forsten:
„In seiner Festansprache stellte Staatsminister Helmut Brunner, Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, den Windpark Zieger als Musterbeispiel für ganz Bayern heraus: "Mit dem Windpark haben alle Beteiligten ein klares und wichtiges Bekenntnis zur notwendigen Energiewende abgegeben." Besonders freute sich der Minister, dass nach dem Motto "Energie aus der Region und für die Region" der gesamte Ländliche Raum davon profitiert.
Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz, Unternehmensleitung der OSTWIND-Gruppe:
"Wir möchten uns im Namen der OSTWIND-Gruppe bei allen Beteiligten ganz herzlich dafür bedanken, dass wir mit dem Wald-Windpark Zieger ein für unser Land beispielhaftes Energiewendeprojekt gemeinsam realisieren konnten. Beispielhaft deshalb, weil die Energie der Zukunft erneuerbar sein muss wie die Windkraft, so nachhaltig wie der Waldbau und möglichst dezentral, also nahe an den Verbraucherinnen und Verbrauchern. All diese Voraussetzungen konnten die für die Realisierung des Projekts "Zieger" maßgeblichen Unternehmen, die Energieallianz Bayern, die Bayerischen Staatsforsten und die OSTWIND-Gruppe, erfolgreich in dieses wichtige Energiewende-Vorhaben einbringen."
Achim Thiel, Geschäftsführer der EAB:
"Es ist ein großartiges Projekt: Zahlreiche kommunal verankerte Unternehmen schließen sich zusammen und ziehen an einem Strang, um gemeinsam regenerative Kraftwerksprojekte zu realisieren. Damit nutzen die Stadtwerke die Chance, heute eine eigene regenerative Energieerzeugung für die zukünftige Versorgung ihrer Kunden aufzubauen. Mit dem Windpark Zieger ist der erste und damit entscheidende Schritt getan. Weitere werden folgen."
Joachim Martini, Geschäftsführer der EAB:
"Wir stehen vor dem kompletten Umbau unseres Stromerzeugungsparks, in Bayern wie in Deutschland und hoffentlich auch weit darüber hinaus. Uns liegt die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort in unsere Projekte am Herzen. Die Akzeptanz der Bevölkerung und lokale Wertschöpfung sind Chancen, die insbesondere unsere lokal und regional orientierten Versorgungsunternehmen realisieren können. Und ich behaupte, das können sie besser und glaubwürdiger als manch anderer Marktteilnehmer."
04.11.2011
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